HAUS KUMMERVELDT (1)

Empowerment - Interview mit HAUS KUMMERVELDT

Wir hatten die Möglichkeit vorab ein Interview mit den Macher*innen, der in NRW gedrehten Digital-Short-Form-Serie Haus Kummerveldt zu führen.

Wir hatten die Möglichkeit vorab ein Interview mit den Macher*innen, der in NRW gedrehten Digital-Short-Form-Serie Haus Kummerveldt zu führen. Lotte Ruf (Produzentin), Charlotte Krafft (Autorin) und Mark Lorei (Regisseur und Creator) haben uns erzählt, was sie antreibt, historische Serien zu drehen und welche Schwierigkeiten sie bei der Umsetzung hatten. Die drei Macher*innen werden zu dem Thema auch ein Panel auf unserer Seriencamp Conference halten. “From Pilot to Season without Commission”.

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Warum hast du das Format Digital-Short-Form Serie für dich und deinen Stoff ausgewählt?

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Haus Kummerveldt:

Mark Lorei: An dem Format Digital-Short-Form Serie hat mich besonders gereizt, dass es sich hier auch um ein großes Experimentierfeld handelt, in dem dramaturgisch sehr viel möglich sein kann. Außerdem ist meines Wissens in diesem Format das historische Spektrum noch wenig vertreten, was es für mich besonders spannend gemacht hat.

Warum historisch? Was interessiert euch an dem Genre und Was treibt euch an eine Serie über eine junge Frau im 19. Jahrhundert zu machen?

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Haus Kummerveldt:

Charlotte Krafft: Die starken Kontinuitäten zwischen sexistischen und sozialen Mustern der damaligen und der heutigen Gesellschaft sind unseres Erachtens offenkundig (trotz vieler gesellschaftlicher Errungenschaften). Aus unserer Sicht ist es daher durchaus notwendig, sich eingehender mit dieser Zeit zu beschäftigen. Zumal unser Handeln für die Zukunft eng mit unseren Vorstellungen von der Vergangenheit zusammenhängt. Wo wir hingehen, wird beeinflusst von unserem lücken-, teils fehlerhaften Wissen darüber, wo wir herkommen. Deshalb ist es so ungemein wichtig, die Vergangenheit nicht zu vernachlässigen, wenn wir unsere Zukunft formen wollen.

Welche Schwierigkeiten gab es für euch bei der Umsetzung? Gab es einen Moment, an dem ihr dachtet, es geht nicht mehr weiter?

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Haus Kummerveldt:

Lotte Ruf: Sehr, sehr viele. Die Pilotepisoden haben wir ja ohne Sender oder Filmförderung gedreht und konnten niemanden bezahlen. Wie wir es geschafft haben, die Fortsetzung mit einem (immer noch kleinen) Budget zu realisieren, erzähle ich beim Panel „From Pilot to Season without Commission" auf dem Seriencamp.

Warum habt ihr euch entschieden in NRW zu drehen? Welche Vor- oder Nachteile hat es?

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Haus Kummerveldt:

Mark Lorei: Wir haben den Hauptteil der Serie im Münsterland gedreht. Ein herausragendes Merkmal dieser Region sind die zahlreichen Schlösser und Burgen – perfekt für unsere Serie.

Wie geht es nach der Ausstrahlung von Haus Kummerveldt für euch weiter? Ist schon eine neue Serie in Planung?

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Haus Kummerveldt:

Lotte Ruf: Wir haben die Entwicklungsförderung vom Medienboard für eine weitere Staffel erhalten und arbeiten gerade mit der Autorin Charlotte Krafft am Handlungsverlauf der Fortsetzung, die wir idealerweise 2024/25 produzieren möchten. Außerdem haben wir weitere historische Stoffe – Serie und Spielfilm - in der Entwicklung und suchen Partner:innen, um diese realisieren zu können

Vielen Dank für das Interview. Wir freuen uns sehr auf das Screening von Haus Kummerveldt auf dem Seriencamp Festival 2023!

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