In der österreichisch-deutschen Co-Produktion „Sheep“, die auf dem Canneseries-Festival für Furore gesorgt hat, sprechen echte Menschen (u. a. Birgit Minichmayer, Roland Düringer, Jella Haase) echte Schafe, deren Mundbewegungen nachträglich animiert wurden. Dabei glauben die Schafe fälschlicherweise, den Menschen domestiziert zu haben. Ein Irrglauben, der die Schafe in den sicheren Tod führen könnte, wenn es dem zynischen Schaf Oliver nicht gelingt, seine Artgenossen vom Gegenteil zu überzeugen: Klar: Es geht um Fleischkonsum und Vegetarismus, aber auch wer die Verschwörungserzählung von den „Schlafschafen“ kennt, dürfte sich blendend unterhalten führen.
In „Buried“ verursacht eine australische Single-Mom auf ihrem Weg in die Schule den Tod eines Fremden und ist fortan damit beschäftigt, ihre stetig anwachsende To-Do-Liste und die Entsorgung der Leiche halbwegs in ihren Tagesablauf zu integrieren. Was ziemlich haarsträubend aus dem Ruder läuft und von den Machern als „Mum Noir Comedy-Thriller“ verkauft wird.