Sie heißt Ronja und ihre Eltern betreiben einen lukrativen Kokainring. So weit könnte das auch in modernen Coming-of-age-Stoffen mit eher krimineller Stoßrichtung stattfinden. Aber was folgt, klingt nicht nur nach einer wilden Mischung aus „4 Blocks“, „Banksters“ und „Kleo“, es basiert auch auf den echten Erlebnissen einer Schulfreundin von Co-Regisseurin Pola Beck („Druck“). Denn als die Eltern der von der Golden Globe-nominierten und Lola-Gewinnerin Helena Zengel („Systemsprenger“) gespielten 18-Jährigen ins Gefängnis kommen, bricht binnen weniger Stunden alles weg für das bis hierhin wohlbehütet aufgewachsene Mädchen: Kontrolle, Vertrauen, Normalität. Plötzlich muss sie alle Hebel in Bewegung setzen, um sie wieder freizubekommen. Und dabei verschwimmen die Grenzen zwischen richtig und falsch, Nähe und Verrat, legal und illegal. Ronja muss tief ins Familiengeschäft eintauchen und wird so zur aktiven Akteurin in einem Spiel, dessen Regeln sie erst noch lernen muss. Das Ergebnis ist eines der ambitioniertesten deutschsprachigen Serienprojekte des Jahres und verfügt nicht nur aufgrund der beteiligten Namen – neben Helena Zengel u. a. Richard Kropf („Kleo“), der die Drehbücher verantwortet – über eine enorme internationale Strahlkraft. Nicht nur auf East End Boys und West End Girls…