„Stromberg“-Schöpfer Arne Feldhusen hebt sein (und unser) Comedy-Verständnis auf das nächste Level. Das völlig zu Recht mit dem Regiepreis beim bedeutenden Seriesmania-Festival ausgezeichnete „Das Manko“ macht tatsächlich sprachlos – oft allein schon deshalb, weil hier mit den fast pantomimischen Mitteln von Zirkus-Clownerie der Wahnsinn der modernen Arbeitswelt im Allgemeinen und deutscher Bürokratie im Speziellen ad Absurdum getrieben werden. Das funktioniert deshalb so gut, weil das dahinterstehende Autorenkollektiv gleichzeitig auch vor der Kamera agiert – als (sagenhaft unfähige) Angestellte einer Regierungsbehörde, die unglücklicherweise einem Prüfungsverfahren unterstellt werden und anschließend zufälligerweise in einem autonom fahrenden Bus gen Nirgendwo reisen dürfen. Dabei entwickeln die insgesamt vier Episoden jeweils eine Art eigenständige physische Narrative und Einheit – und lassen den und die Einzelne zum Teil des dysfunktionalen Ganzen werden. Zu Rädchen in einer gut geölten Slapstick-Maschine, durch die ein Hauch von „Severance“ (und Peter Sellers) wehen darf.